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July 18 1
„ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist“
1 Mose 3, 5
Die Bibel ( Ihre Geschichte)
Pentateuch (griechisch „„Fünf-Gefäß""; nach den Krügen, die zur Aufbewahrung von Schriftrollen verwendet wurden.) ist die griechische Entsprechung für den hebrääischen Begriff Chumasch (von chamesch: fünf), der die 5 Bücher Mose zusammenfassend bezeichnet. Sie bilden gemeinsam den ersten Hauptteil der Bibel, der für Judentum und Christentum auf verschiedene Weise das grundlegende Offenbarungszeugnis Gottes ist.

Auf der Basis einer immer differenzierteren Textanalyse und neuerer archäologischer und altorientalistischer Forschungsergebnisse nehmen heute die meisten Forscher an, dass der Pentateuch seine redaktionelle Endgestalt erst nach dem Babylonischen Exil im 5. Jahrhundert v. Chr. gewann. Sie wird auf Priester in Israel, vor allem am Jerusalemer Tempel, zurückgeführt. Seine ältesten, lange Zeit mündlich überlieferten Stoffe reichen jedoch bis höchstens 1200 v. Chr. zurück. Es wurde von älteren Quellen abgeschrieben bzw, sich angelehnt z.B..Das Gilgamesch Epos, der Aton Kult oder der Lehre des Zoroastrismus
Parallel mit einer nunmehr über 200-jährigen gründlichen Bibelforschung gingen insb. seit gut 100 Jahren die Bemühungen der Archäologen, die Bibel besser zu verstehen. Im Mittelpunkt steht ein im Vergleich zu den Nachbarregionen Ägypten und Mesopotamien winziges Land mit starken landschaftlichen und klimatischen Gegensätzen, das zwischen Wüste und Mittelmeer liegt und in seiner langen Geschichte häufig von Dürre und fast stets von Krieg heimgesucht wurde. All diese Regionen sind heute archäologisch gründlich erforscht, auch mit Labortests. Siedlungsschichten kann man heute genau datieren. Wir wissen, welche Früchte die Bewohner dieser Regionen anbauten, was sie aßen, mit wem sie Handel trieben, wie sie ihre Städte anlegten.
Die Wanderung Abraham hat sich nicht , wenn es sie überhaut gab ,wie früher vermutet und in Übereinstimmung mit der Bibel um 2100 vuz., oder wie später (lt.Speiser u. Gordon ) vermutet zischen 2000-1550 vuz zugetragen. In der Geschichte des Patriarchen Abraham werden die Philister erwähnt, diese sind nachweislicher frühestens um 1200 vuz eingewandert*. Das Kamel als Lasttier wurde 25 mal in diesem Text erwähnt Die Stammväter-Erzählungen erwähnen oft Kamele und Kamelherden. Aus archäologischen Forschungen weiß man aber, dass Kamele im vorderen Orient erst weit nach 1000 als Lasttiere genutzt wurden. Die berühmte Josephsgeschichte verrät eine Vertrautheit mit dem lukrativen arabischen Handel, der im 8. bis 7. Jh. v.u.Z. blühte. Und an der einst großen Karawanenstraße zwischen Arabien und dem Mittelmeer hat man bei Grabungen in der südlichen israelischen Küstenebene eine bemerkenswert starke Zunahme von Knochen ausgewachsener Kamele, also von Lasttieren, im 7. Jh. festgestellt.
. Also kann dieser Teil der Bibel erst um 700 geschrieben worden sein .
Abraham, Isaak und Jakob kommen bei genauer Analyse aus unterschiedlichen Gegenden. Es waren drei Stämme und als diese zusammen kamen , wurde eine Geschichte über Ihre angebliche Verwandtschaft geschaffen. Gleichzeitig wurden Verwandtschaftsverhältnisse zu allen umliegenden Völkern erfunden, um Machtansprüche zu legitimieren. Es gibt keine Zweifel , dass die dazugehörigen Stammbäume in dem späten 8. und 6. Jahrhundert vuz entstanden sind*.
Neue Forschubgsergebnisse von der Geschichte Israels zwingt zum Umdenken: Den Auszug aus Ägypten, die Einnahme Kanaans, das Großreich unter König David und den Tempelbau in Jerusalem unter König Salomon, bisher auch von den kritischsten Wissenschaftlern als gesichert angesehen, gab es ebenso wenig wie die Posaunen vor Jericho. Jerusalem unter David und Salomon war ein größeres Dorf - sicher ohne zentralen Tempel und großen Palast.
Über die damaligen Verhältnisse in Kanaan gibt es zahlreiche ägyptische Belege. Kanaan war eine ägyptische Provinz, und die Herren der kanaanäischen Stadtstaaten waren ägyptische Vasallen, aber sehr schwach. An allen entscheidenden Orten waren Garnisonen stationiert. Die Städte bestanden hauptsächlich aus befestigten Verwaltungssitzen und hatten keine Stadtmauern, die man wohl für entbehrlich hielt; die Bauern wohnten ringsum. Auch Jericho hätte daher keine Stadtmauer gehabt. Freilich gab es für diese Stadt für das 13. Jh. keinerlei Spur irgendeiner Besiedlung. Über die stark befestigte Militärstraße in Nord-Sinai konnte damals rasch zusätzliches Militär herangebracht werden. In der alten Stadt Megiddo fand man Hinweise auf einen nachhaltigen ägyptischen Einfluss noch gegen Ende des 12. Jh., d. h. lange nach der vorgeblichen Eroberung durch die Israeliten. Es ist nicht vorstellbar, dass die in der Bibel berichtete Verwüstung der ganzen Provinz durch Eindringlinge in den umfangreichen Aufzeichnungen des ägyptischen Reichs keinerlei Spur hinterlassen haben sollte, hätte die Eroberung stattgefunden. Bis vor kurzem glaubten die meisten Bibelhistoriker und Archäologen, dass die Israeliten Zuwanderer waren. Es gab aber auch seit den 1920er Jahren die These einer friedlichen Infiltration. Man fand nämlich in altkanaanitischen Städten Reste von Monumentalbauten und Luxusartikel, während andere Hinterlassenschaften einer viel niedrigeren Kulturstufe angehörten. Neue Möglichkeiten ergaben sich nach dem Krieg von 1967, weil erst jetzt archäologische Untersuchungen des altisraelischen Kerngebiets, im Bergland, möglich wurden. Zuvor hatten das Krieg und ständige Unruhen verhindert. Jetzt wurde praktisch jedes Tal und jeder Berg durchkämmt. Es ergab sich für die Zeit um 1200 v.u.Z. die Existenz eines großen Ortsnetzes, nämlich von 250 Orten auf Bergspitzen, obwohl dieses Gebiet (weitab von den kanaanitischen Städten) zuvor dünn besiedelt war. Man schätzte die Bevölkerung auf insgesamt 45000 Menschen. Die Besiedelung schritt vom Wüstenrand nach Westen vor. Man konnte die Besiedelung der ganzen Region sogar über Jahrtausende verfolgen, wobei sich zwei vorangegangene Besiedelungswellen ergaben. Es musste ein dramatischer Wandel der Lebensweise stattgefunden haben, denn Anzeichen von Gewalt fand man nicht. Im Gegensatz zu den biblischen Berichten über einen dauernden Krieg zwischen Israel und seinen Nachbarn waren diese einfachen Dörfer unbefestigt. Waffen und Anzeichen von Zerstörung fand man ebenfalls nicht. Nach allem waren diese erstmals um 1200 auftretenden Israeliten Hirten und Bauern von wohl nomadischer Herkunft (Dorfanordnung). Erst viel später entwickelten sich größere Städte und Märkte.
Es gab zwei Reiche Juda und Israel. Israel war von den Assyrern erobert und zerstört worden. Als die Macht Assyriens nieder ging, wollte König Josia das Nordreich (Israel) erobern. Um dafür sein Reich zu einigen und ihm eine gemeinsame Identität zu schaffen wurden zu dieser Zeit im Templer die ersten Teile der Bibel niedergeschrieben. In diesem werden die Eroberungen Josuas geschildert . Diese haben nach neusten archäologischen Erkenntnissen niemals wie in der Bibel geschilder stattgefunden. Jericho z.B. war zur angegebenen Zeit ein unbedeutendes , unbefestigtes Dorf. Keine Stadtmauer, also keine Posaunen*.
Dutzende der angeblich von Josua erboberten Städte existierten zu seiner Zeit noch gar nicht. Wohl aber zu Josias Zeiten.
Es waren seine eigenen Eroberungspläne , die so gerechtfertigt werden sollten.
Hier war wie im neuen Testament eindeutig der politische Wille der Schöpfer der Bibel.
Bibelhistoriker wie Thomas Thomsaon und Niels Peter Lemche von der Universität Kopenhagen und Philip Davies von der Universität Sheffild vertreten die Ansicht, David und Salomon, die vereinte Monarchie von Israel, ja die gesamte biblische Darstellung der Geschichte Israels seien nicht mehr als aufwendige, geschickte ideologische Konstrukte, produziert von Priesterkreisen in Jerusalem in der Zeit nach dem Exil oder sogar in hellenistischer Zeit*.
Durch die Hasaels Inschrift (ca. 100 Jahre nach David) ist das Haus Davids belegt. Allerdings fehlt jeder Hinweis auf ein prächtiges, großes Reich. Nichts hat man von den großartigen Bauten Salomos ausgegraben . Da müßte doch was zu finden sein.Warum findet man keine Texte bei den Nachbarreichen ? Salomon war doch wegen seiner Weisheit angeblich Weltberühmt. Zu dieser Zeit war Jerusalem, dass beweisen Ausgrabungen, ein kleines unbedeutendes Dorf. Nach Silbermann und Finkelstein waren David und Salomon nur unbedeutende Hirtenkönige. Ein vereinigtes Großreich Israel hat es nie gegeben. Also lügt die Bibel auch hier.
Die Reiche Israel und Juda sind durch die allmähliche Besiedelung von Menschen aus der Bergregion in den nach den Ende der Bronzezeit verwüsteten, dünn besiedelten, Flachlandregionen getrennt von einander endstanden. Das war der Ursprung der Israeliten, kein Auszug aus Ägypten, keine Eroberung durch Josua . Das wurde alles erfunden um Josias Eroberungspläne zu legitimiren .
Das Buch Exodus und der Auszug aus Ägypten Eine der wichtigsten Erzählungen des AT ist die von der Befreiung der Israeliten aus der ägyptischen Sklaverei. Ihrer wird im Pessachfest, einem der drei jüdischen Hauptfeste, alljährlich gedacht. Vier der fünf Bücher der Tora sind teilweise diesen Ereignissen gewidmet. Sie sollen sich in gut 40 Jahren ereignet haben. In ihnen soll auch die Offenbarung der Gesetzestafeln auf dem Sinai geschehen sein. In hunderten Jahren sollen die Nachkommen der 12 Söhne des Jakob in Ägypten zu einem starken Volk angewachsen sein. Nach einer wundersamen Vorgeschichte ließ der Pharao schließlich die Israeliten mit ihrem Führer Moses wegziehen, sechshunderttausend Mann zu Fuß ohne die Frauen und Kinder“ (Ex. 12,37). Gott führte das Volk durch die Wüste zum Schilfmeer (Ex. 13,17 f.). Schließlich sollen die Israeliten das verheißene Land Kanaan von Osten her über die Länder Edom und Moab erreicht haben
Archäologisch und historisch ist in der Tat nachgewiesen, dass Einwanderer aus Kanaan nach Ägypten gekommen waren und sich im Ostdelta niedergelassen hatten. Die klimatischen Verhältnisse am Mittelmeer hatten öfters Hungersnöte zur Folge, die die Bewohner in das niederschlagsunabhängige Ägypten zwangen. Obwohl damals die Grenze zwischen Ägypten und Kanaan
streng überwacht wurde,enthalten die reichhaltigen
ägyptischen Quellen keinerlei Anhaltspunkt auf ein Volk Israel, dessen Existenz auch zuvor in Ägypten unbekannt war. Im 13. Jh. stand Ägypten auf dem Gipfel der Macht, und auch in Kanaan hatten die Ägypter Festungen errichtet. Eine große Überlandstraße führte vom Nildelta entlang der Küste bis Gaza und weiter. Dort war die Flucht einer größeren Menschengruppe unmöglich. Wes verblieb daher nur der Weg durch Sinai. Selbst wenn man die biblische Rede von den 600 000 Mann als exzessive Übertreibung ansieht, hätte eine langjährige Existenz einer großen Menschengruppe auf Sinai irgendwelche archäologischen Spuren hinterlassen müssen. Grabungen in allen Regionen der Halbinsel haben aber nicht das geringste erbracht. Auch östlich des Jordan fand man nichts. Die in der Bibel erwähnten Könige von Edom gab es damals nicht. Zwar gab es zahlreiche Orte, die im Bibeltext erwähnt sind, aber nachweislich nicht in der fraglichen Zeit, sondern erst viel später. Auffällig ist, dass das Buch Exodus keinen einzigen ägyptischen Herrscher namentlich erwähnt, obwohl das spätere Bibeltexte sehr wohl tun. Die glaubwürdigsten geographischen Einzelheiten der Erzählung stammen aus der Glanzzeit des Königreichs Juda, dem 7. Jh., d. h. 600 Jahre nach dem behaupteten Auszug aus Ägypten. Damals erlebte auch Ägypten eine letzte Glanzzeit. Auch im 7. Jh. gab es Zuwanderer aus Juda im Nildelta. Zahllose Einzelheiten sprechen für die Annahme, dass das Buch Exodus erst im 7. und 6. Jh. v.u.Z. seine endgültige Form erhielt. Im 7. Jh. herrschte in Juda König Josua, der eine Ausdehnung seines Reich in die Gebiete des früheren Nordreichs anstrebte. Damit geriet er in Konflikt mit den ägyptischen Interessen. In dieser Situation machte die Ausarbeitung einer nationalen Saga unter Verwendung alter Erzählungen mit einem gewissen historischen Hintergrund Sinn. Es geht im Buch Exodus um nationalen Widerstand gegen die herrschenden Mächte.
http://www.bfg-bayern.de/ethik/download/Bibel-Archaeologie.pdf
Im 6. Jahrhundert vuz , in Babylonischer Gefangenschaft, als der Verlust der politischen- und der Volks -Identität drohte, wurde die Bibel , auch aus politischen Gründen, in eine feste Form gebracht bzw. neu geschrieben. Wie die erste Schöpfungsgeschichte die nach den Erkenntnissen der heutigen Bibelforschung wohl Mitte des 6.Jahrhunderts im babylonischen Exil von israelitischen Priestern verfasst wurde. Im Übrigen sind noch diverse andere Schöpfungsversionen in der Bibel zu finden, nicht nur in Mose 1: vgl. z.B. Ps 74,13f; Ps 89,10f; Jes 51,9; Hiob 3,8;7,12
Zu dieser Zeit wurde auch die Geschichte der Sintflut , aus dem aus dem 12. Jhr. vuz stammenden Gilgamesch-Epos, weches den Babyonieren wohl bekannt war, geschrieben.
http://rafa.foren-city.de/topic,4143,-alles-nur-geklaut.html#79611
Die einzelnen Quellfäden unterscheiden sich in Wortwahl, Stil, Grammatik, politischem Hintergrund und Absichten. Die durchlaufenden Überlieferungsstränge wurden aufgrund ihrer Inhalte verschiedenen Epochen des antiken Israel zugeordnet :
der Jahwist der Zeit Salomos, des Tempelerbauers (um 950 v. Chr.),
http://de.wikipedia.org/wiki/Jahwist
der Elohist der Zeit nach der Reichsteilung bis zum Untergang des Nordreichs (ca. 800 bis 722 v. Chr.), http://de.wikipedia.org/wiki/Elohist
die Priesterschrift, der man den ersten Schöpfungsbericht und viele auf den Tempelkult bezogene Gebotssammlungen zuwies, wird in die Zeit des babylonischen Exils (586-539 v. Chr.) datiert;
In der im Babylonischen Exil entworfenen Darstellung der Weltschöpfung schlägt sich die Erinnerung an den Exodus aus der Sklaverei, die mit der Gottkönigsideologie begründet wurde, nieder. Auch hat man sich reichlich aus der
mesopothanischen Mythologie bediehnt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Priesterschrift_%28Bibel%29
in 5. Mose 12-26 sah man außerdem eine eigenständige Gesetzessammlung, die mit dem unter König Josia aufgefundenen Gesetzbuch (1. Kön 22) identisch, Basis seiner Kultreform von 621 v. Chr. gewesen sein kann und Teil der exilischen deuteronomischen Geschichtsschreibung ist, aus der auch die Königs- und Chronikbücher stammen http://de.wikipedia.org/wiki/5._Buch_Mose
http://de.wikipedia.org/wiki/Bibel
Archäologen entschlüsseln einen Mythos
C. H. Beck Verlag, München 2006, ISBN 3406546765,
Die archäologische Wahrheit über die Bibel
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